Brief vom Schulleiter der GISB

Liebe GISB-Gemeinschaft,

mit großer Sorge haben wir in den letzten Tagen auf den Krieg in der Ukraine geblickt. Die Nachrichten von dort haben uns alle tief erschüttert, und wir schauen auf die vielen Ungewissheiten der kommenden Wochen und Monate. Diese Sorge wird uns auch begleiten, wenn wir am Montag aus den Winterferien in die Schule zurückkehren.

In dieser so schwierigen Situation gilt unsere Fürsorge und unsere Solidarität besonders den Mitgliedern unserer Schulgemeinschaft, die familiäre oder freundschaftliche Verbindungen in die Ukraine haben. Wir können kaum erahnen mit welchen Befürchtungen sie zur Zeit auf die Nachrichten aus Europa blicken. Sie können und sollen in dieser Zeit wissen, dass sie nicht allein sondern Teil der GISB-Gemeinschaft sind, die zu ihnen steht und sie unterstützt.

Viele von Ihnen werden wissen, dass wir im Rahmen unseres Netzwerkes auch eine Deutsche Auslandsschule in Kiew haben. Die Schule ist zur Zeit geschlossen. Nach allem, was wir wissen, konnten die Mitglieder der Schulgemeinschaft, die dies wünschten, ausreisen. Auch hier gilt das Gebot der Solidarität: Die Deutsche Schule in Kiew wird durch das Auswärtige Amt, das gesamte Netzwerk der Deutschen Auslandsschulen und besonders die Nachbarschulen in der Region Mittelosteuropa unterstützt. Ich habe dem Schulleiter, Gerald Miebs, mit dem ich freundschaftlich verbunden bin, zudem signalisiert, dass wir als Deutsche Schule Boston natürlich helfen können und wollen, wo immer dies sinnvoll ist und benötigt wird.

Uns als Schule zeigen die Ereignisse einmal mehr wie wichtig es ist, die nächste Generation in einem Geist der Völkerverständigung, des Friedens, der internationalen Zusammenarbeit und der Achtung zueinander aufwachsen zu lassen. Diese Aufgabe erscheint von Tag zu Tag wichtiger, und wir wissen uns in ihr unterstützt durch unsere Familien und durch die Schulen in unserem Netzwerk der Internationalen Schulen. Dies motiviert uns und bedeutet Hoffnung.

Holger Wirtz

Schulleiter